Malediven

Informationen zur Wirtschaft, zu Besonderheiten und der Veränderung von den Malediven

Homepage Besonderheiten Zeitstrahl Mallorca Malediven

Malé

Malé ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum der Malediven. Die 153.904 Einwohner zählende Stadt besteht aus der gleichnamigen Hauptinsel Malé im Süden des Nord-Malé-Atolls sowie aus den drei Inseln Villingili, Hulhumalé und Hulhulé, die zusammen eine Fläche von 579,8 Hektar aufweisen.

Maafushi

Maafushi ist eine der bewohnten Inseln des Süd-Malé-Atolls und vor allem bekannt durch das Staatsgefängnis am südlichen Ende der Insel. Maafushi liegt ca. 27 Kilometer südlich von der Hauptstadt Malé und beherbergt etwa 2500 Einheimische mit muslimischen Glauben auf einer Fläche von ca. 1270 × 265 Metern.

Kuredu

Die sehr dicht bewachsene Insel hat eine sehr artenreiche Inselflora. Das Außenriff ist für Taucher und Schnorchler auf der Nordseite wegen des flachen Riffdaches und der starken Strömung nur schwer zu erreichen. Die vielen Kanäle in der Umgebung sind für Taucher ideal, auch zwei gut erhaltene Wracks liegen in der Nähe.

Wirtschaft der Malediven

Tourismus

Nach der Einstufung der UN zählen die Malediven zu den ärmsten Länder der Welt. Dennoch haben statistisch betrachtet die Malediven eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Asiens. Des Tourismus wegen lag dies im Jahr 2006 bereits bei ca. 2700 USD. Der Tourismus ist der größte Wirtschaftszweig der Malediven. Er trägt mehr als 35% zum BIP und 75% zum Bruttosozialprodukt bei und erbringt mehr als 60% der Deviseneinnahmen. Über 90% der Steuer- und Zolleinnahmen sind tourismusbezogen. Der Staat profitiert durch den Pachtzins für Touristeninseln, sowie an Betten- und Flughafensteuern.

Aber nur wenige von den Maledivern profitieren direkt daraus. Denn der überwiegende Teil der Pächter sind ausländische Investoren und Unternehmen, und nur wenige Malediver. Viele der gehobeneren Jobs im Hotelmanagement, im Baugewerbe oder im Wellnessbereich,... sind mangels eigener qualifizierter Arbeitskräfte von Ausländern besetzt. Ebenso stammen die meisten ausländischen Mitarbeiter auf den Touristeninseln aus anderen asiatischen Staaten wie Indien, Sri Lanka und Bangladesch. Sie werden meist in der Verwaltung, Buchhaltung, den technischen Abteilungen, sowie Tauchschulen, Küchen, als Kellner oder im Service eingesetzt.

Die Zahl der ausländischen Arbeiter wird auf 100.000 geschätzt (etwa 40% der Bevölkerung), der größte Teil davon illegal. Abschiebungen sind wegen der großen Anzahl und der Korruption in den Behörden kaum mehr möglich.Unter der maledivischen Bevölkerung herrscht daher große Arbeitslosigkeit, weil ausländische Kräfte weitaus billiger sind. Nach Angaben der oppositionellen MDP leben 42% der Malediver von weniger als 1,17 USD pro Tag. Die Inflationsrate im Juli 2008 betrug 48%. Tausende Malediver können sich Ihre Heimat nicht mehr leisten und bringen Ihre Familien ins Ausland, meist nach Indien.

Fischerei

Der zweitgrößte Industriezweig ist die Fischerei (11% der Erwerbstätigen). Die maledivische Regierung hat 1989 ein Wirtschaftsprogramm sowie nach und nach Liberalisierungsmaßnahmen eingeleitet, die ausländische Investitionen erlauben. Der Fischfang ist für die einheimische Bevölkerung die wichtigst Einnahmequelle, auch wenn diese nur 13% zum Bruttoinlandsprodukts beisteuert. Pro Jahr werden etwa 105.000t Fisch gefangen, Davon sind rund 90% Thunfische, die in Konserven weltweit exportiert werden.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft und die verarbeitende Industrie (Textil- und Bootsbau) spielen eine eher nachgeordnete Rolle. Die Böden der Inseln sind wenig fruchtbar, so dass fast alle Nahrungsmittel eingeführt werden müssen. Hirse, Mais und Süßkartoffel werden angepflanzt. Reis wird importiert. Die wichtigste Nutzpflanze für den Export ist die Kokospalme, mit jährlich etwa 13 Millionen geernteten Kokosnüssen. Aus der Kokospalme werden unter anderem Kopra (ein wichtiger Grundstoff für die chemische und pharmazeutische Industrie), Kokosfasern und Kokosnussöl gewonnen werden.